02.11.2026
Der Eingang zur Kita Tubeschlag und zur Stiftung 3FO wurde neu gestaltet. An einer kleinen Vernissage stellten die Künstlerinnen Mayuko Sasaki und Sabrina Tiller ihre Wandmalerei «Biotop» vor und erläuterten, wie aus den Werten der Stiftung Bilder und Formen wurden.
Die Gestaltung bezieht den gesamten Durchgang ein: Sie zieht sich über Wände und Decke und nimmt auch die bestehende Sitzbank auf. So wird aus dem zuvor eher kahlen Eingangsbereich ein einladender Ort, der Kindern und Erwachsenen einiges zu entdecken bietet.
Vielfalt, Wachstum und Geborgenheit
Ausgangspunkt der Arbeit ist die Idee eines Biotops. Als lebendiges Ökosystem steht es für das Zusammenleben innerhalb der Stiftung: für Vielfalt, Raum zum Wachsen und die Verbindung verschiedener Menschen und Bereiche.
Grüne Linien mit roten Kolben erinnern an Schilfpflanzen, können aber ebenso als miteinander verbundene Menschen oder Familien gelesen werden. Sie reichen bis an die Decke und verbinden die Flächen des Durchgangs. Eine abstrakte Form am unteren Wandbereich steht für Fundament, Sicherheit und Tradition, zugleich aber auch für Veränderung und Entwicklung. Ob darin eine Puppe, eine Kellerassel oder eine Kastanie zu erkennen ist, bleibt den Betrachtenden überlassen.
Das zentrale Element ist ein grosser blauer Wasservogel. Er erinnert an einen Schwan, der seine Jungen auf dem Rücken trägt, und steht für Begleitung und Geborgenheit. Beim Durchqueren des Eingangs sieht man zunächst Wellen; erst nach und nach erschliesst sich die ganze Vogelform. Farbige geometrische Elemente greifen unter anderem das Thema Digitalisierung auf. Ihre bewusst unterbrochene Regelmässigkeit setzt einen eigenen Rhythmus zwischen die organischen Formen.
Raum für eigene Entdeckungen
Die Grösse des Eingangsbereichs war für die Künstlerinnen eine besondere Herausforderung. Die Firma Mombelli setzte ihren Entwurf mit mineralischen Farben um. Sowohl der grossflächige Wasservogel als auch die kleinen, präzisen Gestaltungselemente stellten hohe Anforderungen an die handwerkliche Umsetzung.
Kitaleiterin Grace Fischer berichtete, wie die Kinder die Entstehung der Malerei miterlebten: Sie verfolgten die Arbeiten neugierig, stellten Fragen und entwickelten schon während des Malens eigene Vorstellungen davon, was die verschiedenen Formen darstellen könnten. Auch nach der Fertigstellung entstanden zahlreiche unterschiedliche Interpretationen. So gibt das Werk im Alltag Anlass zum Entdecken und Erzählen.
Ergänzt wird «Biotop» durch den Mahatma Gandhi zugeschriebenen Gedanken: «Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.» Er schlägt die Brücke zum Anliegen der Stiftung, Entwicklung zu ermöglichen und Veränderung mitzugestalten.